Der Main - Granit, Sandsteine, Muschelkalk, Basalt - 75 x 1310 x 35 cm - 2008

Der Main - Installation zum Bildhauersymposion 2008 - Aschaffenburg am Main

Auf 10 Steinplatten in den Maßen von ca. 75 cm x 130 cm x 25 cm ist als durchlaufender Text das Gedicht „Der Main“ von Friedrich Hölderlin (1770 – 1843) eingeschlagen und farbig gefasst.

Die Steinplatten sind am alten Treidelpfad unterhalb des „Frühstückstempels“ in Fliessrichtung des Wassers angeordnet. Leserichtung und Fließrichtung des Mains sind identisch.

Die 10 unterschiedlichen Gesteinsarten illustrieren das geologische und petrologische Gefüge der Landschaften, die der Main durchfließt. Granit vom Quellort im Fichtelgebirge, die obermainischen Sandsteine, der Muschelkalk der Würzburger Gegend, die untermainischen Buntsandsteine sowie den Basalt der Frankfurter Region.

Magmatische Gesteinskörper, die in ihrem Ursprung ehemals flüssig waren, bilden am Anfang und Ende der Stein – Sprachbahn die petrologische Klammer zu den innenliegenden sedimtären Gesteinen.

Der Text Hölderlins verweist auf den sehnsuchtsvollen „Süden“ als Ort gelungenen Lebens und verwirklichter Freiheit.

Dies klingt auch in den nachromantischen Bauten und Anlagen der Aschaffenburger Mainbebauung wie Pompejanum und Frühstückstempel mit Gartenanlage an.